Grippe oder grippaler Infekt?

Alle Jahre wieder… kommt die Erkältungszeit - ein nicht gern gesehener Gast, der uns da alljährlich in den Wintermonaten besucht. Hat er einmal zugeschlagen, findet man sich schnell mit Fieber und Gliederschmerzen im Bett wieder. Gerne spricht man dann umgangssprachlich von der Grippe – das muss aber nicht immer zutreffen.
Grippe oder grippaler Infekt?

Inhalt

 

Grippe oder grippaler Infekt, welche dieser Erkrankungen liegt tatsächlich vor? Und nicht weniger wichtig: Wie kann man bereits vorbeugend aktiv werden, was kann man gegen die beiden Erkrankungen unternehmen und welche Dinge sollte man bereits frühzeitig in der Hausapotheke deponieren? Diese und weitere Fragen wollen wir in diesem Artikel klären.


Grippe oder grippaler Infekt – was ist der Unterschied?

Die beiden Begriffe „Grippe“ und „grippaler Infekt“ werden allzu häufig im üblichen Sprachgebrauch als Ausdruck für ein und dieselbe Sache verwendet. Worin bestehen nun aber die Unterschiede, beziehungsweise gibt es denn überhaupt welche?

Die klare Antwort: Ja! Es sind zwar durchaus Parallelen erkennbar, doch handelt es sich sowohl bei der Grippe als auch beim grippalen Infekt jeweils um eine eigenständige Erkrankung.

  • Grippaler Infekt – Er ist das Synonym für die typische „Erkältung“, die durch verschiedene Arten von Viren ausgelöst werden kann. Bei einer solchen Erkältung kommt es zu einer Infektion der Atemwege, die mit den typischen Beschwerden im Nasen-, Nebenhöhlen- und Rachenraum einhergeht -etwa Niesen, verstopfter Nase, Husten, Kopf- und/oder Halsschmerzen.

 

  • Grippe (Influenza) – Hier handelt es sich um die „echte Grippe“. Diese wird durch Influenza-Viren ausgelöst und äußert sich rein symptomatisch betrachtet sehr ähnlich wie der grippale Infekt. Die „echte Grippe“ geht jedoch mit wesentlich schwereren Verlaufsformen einher.

 

Insgesamt kann man sagen, dass die Symptome beider Erkrankungen durchaus ähnlich sein können. Der Verlauf des grippalen Infektes ist in den meisten Fällen als harmlos einzustufen, wohingegen die Grippe oft schwerere Verlaufsformen zeigt!

 

Grippaler Infekt (Erkältung) Influenza („echte Grippe“)
 Inkubationszeit  12 Stunden bis 3 Tage  Wenige Stunden bis 2 Tage
 Beginn  Schleichender Beginn mit Kälte- und allgemeinem Krankheitsgefühl  Meist rasch, mit hohem Fieber
 Symptome
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Leichtes Fieber (meist <38 °C)
  • Niesen und rinnende Nase
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Schweres lang anhaltendes Krankheitsgefühl
  • Hohes Fieber (>38 °C)
  • Halsschmerzen
  • Trockener Husten
  • Starke Müdigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
 Erreger
  • Verschiedene Viren, darunter sind Rhino-, Adeno- aber auch Coronaviren*
  • Influenza-Viren vom Typ A, B und C
 Verlauf  In der Regel leichte Verlaufsformen  Häufig schwere Verläufe – Dauer meist 10-14 Tage (besondere Risikogruppen: immungeschwächte und ältere
Personen, Säuglinge)
 Vorkommen  Ganzjährig, gehäuft in der kalten Jahreszeit  Saisonal im Winter (vor allem zwischen Dezember und April)
 Impfung  Nein  Ja – wird saisonal an die Erregerstämme angepasst

 

*Bei Coronaviren handelt es sich um eine Klasse von Viren, die Erkältungen auslösen können. Als Vertreter dieser gliedert sich auch das neuartige Virus Covid-19 ein.


Grippaler Infekt – vorbeugende Maßnahmen?

Eine hundertprozentige Sicherheit vor einer Ansteckung gibt es nicht. Bestimmte Maßnahmen können das Risiko aber minimieren.

Am wichtigsten ist, das Immunsystem zu stärken. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

 

  • Vitamine und Spurenelemente
    • Zink ist für das Immunsystem von zentraler Bedeutung und hat einen direkten Einfluss auf die Bildung von Immunzellen.
    • Neben seiner antioxidativen Wirkung ist Selen auch für ein funktionierendes Immunsystem wichtig.
    • Vitamin C stärkt auf vielfältige Weise das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern. Es hat antivirale Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und fördert die Bildung von Immunzellen.
    • Bei einer zu geringen Vitamin D Versorgung kommt es zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. [MM2] In der Winterzeit ist die Zufuhr von Vitamin D in unseren Breitengraden besonders wichtig, da die körpereigene Produktion nicht funktioniert. Eine ausreichende Produktion an Vitamin D kann nur in den Monaten von April bis Oktober erreicht werden.

 

  • Pflanzliche Unterstützung für das Immunsystem
    • Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) – Durch die enthaltenen Wirkstoffe mit guter antiviraler Wirkung wird Echinacea vorbeugend bei wiederkehrenden Atemwegsinfektionen eingesetzt.
    • Holunder (Sambucus nigra) – wird traditionell bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten eingesetzt.
    • Sternanis (Illicium verum) – enthält die so genannte Shikimisäure sowie ätherisches Öl. Er wird bei Entzündungen der Atemwege sowie zur Schleimlösung bei produktivem Husten angewendet.
    • Sanddorn (Hippophae rhamnoides) – aufgrund des extrem hohen Vitamin C-Gehalts zeichnet sich Sanddorn durch eine gute immunmodulierende Wirkung aus. Daher wird dieser auch vorbeugend und während akuten grippalen Infekten eingesetzt.
    • Pelargonie (Pelargonium sidoides) – wird bei akuten und chronischen Infektionen der Atemwege eingesetzt.

 

  • Bewegung an der frischen Luft

 

  • Schlaf ist die beste Medizin – Ausreichend Schlaf ist für das körpereigene Immunsystem wesentlich, denn dieser unterstützt die Funktion wichtiger Abwehrzellen im Körper. Es wurde bereits nachgewiesen, dass die Anzahl der natürlichen Abwehrzellen im Schlaf steigt. (Tipps für einen erholsamen Schlaf finden Sie hier)

 

  • Hygienemaßnahmen sind ebenso wichtig, um das Risiko einer möglichen Ansteckung zu minimieren!
    • Menschansammlungen in der Erkältungszeit, wenn möglich meiden.
    • Gründlich und mehrmals täglich die Hände waschen und gegebenenfalls diese auch desinfizieren. Dabei sollte die anschließende Pflege der Hände jedoch auch nicht zu kurz kommen.
    • In geschlossenen Räumen mehrmals täglich lüften, um eine Ansammlung von Krankheitserregern zu vermeiden.

Grippaler Infekt - wann zum Arzt?

Bei einem grippalen Infekt kann in der Selbstmedikation sehr viel erreicht werden und häufig reicht eine symptomatische Behandlung gepaart mit viel Ruhe aus. Wann Sie jedoch trotzdem zum Arzt sollten?

In jedem Fall den Arzt aufsuchen, wenn:

  • es sich um Säuglinge, Kleinkinder oder ältere Personen handelt,
  • Sie schwanger sind
  • Sie Vorerkrankungen haben und/oder ohnehin zu einer Risikogruppe zählen,
  • einzelne Symptome besonders stark ausfallen bzw. ein sehr starkes Krankheitsgefühl besteht,
  • sehr hohes Fieber (> 39 °C) bzw. teilnahmsloses Verhalten vorliegt,
  • sehr starke Schmerzen im Gesichtsbereich auftreten (dies deutet auf eine Nebenhöhlenentzündung hin),
  • es zu Atemproblemen kommen sollte.

Wie wird ein grippaler Infekt festgestellt?

Ein grippaler Infekt ist daran zu erkennen, dass in erster Linie die Nasenschleimhäute anschwellen und es zu einer übermäßigen Sekretproduktion (rinnende oder verstopfte Nase) kommt. Dies geht mit den anderen typischen Symptomen einer Erkältung einher. Beim Arzt wird die Lunge abgehört, die Lymphknoten werden abgetastet sowie der Rachenraum kontrolliert. Im besten Fall wird auch ein Rachenabstrich gemacht, um zu unterscheiden, ob es sich ursächlich um eine virale oder bakterielle Infektion handelt. Denn nur bei bakterieller Beteiligung ist der Einsatz von Antibiotika sinnvoll.

Der große Unterschied zur Grippe ist, dass diese meist sehr spontan beginnt und mit starkem Krankheitsgefühl einhergeht. Zu Beginn der Erkrankung wird die echte Grippe selten von den typischen Erkältungssymptomen begleitet. In diesem Fall kann der Grippevirus durch einen Test vom Arzt nachgewiesen werden, dafür stehen Schnelltests oder auch PCR-Testungen mit höherer Genauigkeit zu Verfügung.


Therapie eines grippalen Infektes?

DIE Therapie einer Erkältung gibt es nicht. Sie erfolgt im Wesentlichen abgestimmt auf die jeweiligen Symptome und richtet sich nach den vorliegenden Beschwerden. Ein typischer grippaler Infekt beginnt meist mit Husten und Halsschmerzen dicht gefolgt von Schnupfen, begleitet von Heiserkeit und Müdigkeit wie auch Kopf- und Gliederschmerzen. Fieber oder Schüttelfrost kann auch begleitend auftreten.

 

Ein typischer Erkältungsverlauf - Grippephasen


Halsschmerzen (Pharyngitis) und Heiserkeit (Laryngitis): Therapiemöglichkeiten

Bei Halsschmerzen kommt es zu entzündlichen Prozessen in der Rachenschleimhaut, was die Schmerzen und Schluckbeschwerden auslöst. Heiserkeit bis hin zu vorübergehendem Stimmverlust sind die Folge einer Kehlkopfentzündung.

  • Lutschtabletten – Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe bzw. Kombinationen, die bei Halsschmerzen verwendet werden. Verfügbar sind desinfizierende, lokalanästhetische (betäubende), entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe. Um die geeigneten Tabletten zu erhalten, lassen Sie sich in der Apotheke beraten.Bei Heiserkeit werden Lutschtabletten mit filmbildenden Wirkstoffen eingesetzt. Dazu eignet sich Isländisch Moos oder Hyaluronsäure. Diese legen sich wie ein schützender Film über die gereizten Schleimhäute.

 

  • Gurgeln – Man gurgelt entweder mit einer Kochsalzlösung oder mit Salbeitee. Diese können auch mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus oder Thymian kombiniert werden. Gegebenenfalls gibt es auch fertige Gurgellösungen in Ihrer Apotheke.


Husten: Therapiemöglichkeiten

Husten ist ein natürlicher Reflex des Körpers, welcher dem Auswurf von Fremd- und Schadstoffen dient. Durch Reizungen der Rachen- und Bronchialschleimhaut zählt er auch zu einem der typischen Symptome einer Erkältung. Man unterscheidet den trockenen Reizhusten, sowie den produktiven, verschleimten Husten.

Hustenlöser und Hustenstiller sollten nicht gleichzeitig eingesetzt werden, denn durch die Hustendämpfung kann das gelöste Sekret nicht mehr ausreichend abgehustet werden.


Hustensäfte, Tropfen oder Lutschtabletten – je nachdem, ob es sich um einen trockenen Reizhusten oder einen produktiven Husten handelt, fällt die Wahl auf:

 

  • Hustenlöser – Diese Präparate sind dazu in der Lage den Bronchialschleim zu verflüssigen und verbessern so die Selbstreinigung der Lunge. So wird ein Abhusten des zähflüssigen Bronchialsekretes vereinfacht.Im pflanzlichen Bereich kommen bei produktivem, verschleimtem Husten Thymian, Efeu und Primel zum Einsatz.

TIPP – Teezubereitung bei produktivem Husten:
Süßholzwurzel          30 g
Thymian                   30 g
Fenchel                    20 g
Spitzwegerichblatt   20 g

Zubereitung: 1 Esslöffel der Teekräuter-Mischung wird mit siedendem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Danach werden die Kräuter mit Hilfe eines Siebes entfernt.

  • Hustenstiller – Die hierbei verwendeten Wirkstoffe sind dazu in der Lage, den Husten zu dämpfen. Dieser Behandlungsansatz wird bei trockenem Reizhusten eingesetzt, um weitere Schleimhautschädigungen zu vermeiden. Nach einer Einnahme ist es wichtig, nicht mehr mit dem Auto zu fahren, denn als Nebenwirkung dieser Mittel tritt Müdigkeit auf.Im pflanzlichen Bereich werden zur Dämpfung von trockenem Reizhusten vorwiegend Schleimstoffe, wie beispielsweise aus Isländisch Moos, Eibisch oder Malve eingesetzt.

TIPP – Teezubereitung bei trockenem Reizhusten:
Eibischblatt            20 g
Eibischwurzel         55 g
Isländisch Moos     20 g
Malvenblüten           5 g

Zubereitung: Die Hauptinhaltsstoffe der oben angeführten Pflanzen sind Schleimstoffe. Damit diese ihre Wirkung entfalten können, muss auf die richtige Zubereitung geachtet werden. Dazu werden die Teekräuter (1 Esslöffel pro Tasse) mit kaltem Wasser übergossen und mehrere Stunden abgedeckt stehen gelassen. Dies können Sie auch bereits am Vorabend machen. Um eine warme Trinktemperatur zu erreichen, kann der Kaltansatz vor der Anwendung aufgekocht werden.


Schnupfen (Rhinitis): Therapiemöglichkeiten

Das typischste aller Anzeichen bei einer Erkältung ist der „Schnupfen“: die rinnende und verstopfte Nase. Durch ein geschwächtes Immunsystem, schlecht gelüftete Räume und trockene Raumluft wird die Schleimhautbarriere beeinträchtigt und dient so als Eintrittspforte für mögliche Krankheitserreger.

Als Folge schwellen die Schleimhäute an, die Nasenatmung wird erschwert und es kommt zu einer vermehrten Sekretbildung. Ziel der Therapie ist es die Nasenatmung und den Sekretabfluss wiederherzustellen, dafür kommen folgende Methoden in Frage:

 

  • Inhalieren – befeuchtet die Schleimhäute, erleichtert das Abhusten und lindert den Hustenreiz. Als Inhalationsflüssigkeit verwendet man grundsätzlich eine Kochsalzlösung der gegebenenfalls auch ätherische Öle zugesetzt werden können.Unser Tipp: Ätherische Öle in Brustbalsamen sind bereits optimal aufeinander abgestimmt. Für eine Inhalation der Kochsalzlösung einfach eine Messerspitze Balsam zusetzen.

 

  • Abschwellende Nasensprays oder Tropfen – Durch deren gefäßzusammenziehende Wirkung schwellen die Schleimhäute in der Nase ab. Die Wirkung setzt meist rasch ein und die Anwendung kann über einen Zeitraum von maximal 7 Tagen erfolgen. Danach ist ein Absetzen des Nasensprays unbedingt erforderlich.

 

  • Andere Nasensprays – Es gibt auch Nasensprays auf Koch- oder Meersalzbasis. Mit dieser Art von Spray werden die Schleimhäute befeuchtet und gereinigt. Diese können über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

 

  • Nasendusche – Mit Nasenduschen wird der Nasen- und Rachenraum mehrmals täglich gespült, um Erreger und Sekret (Schleim) aus der Nase zu entfernen. Dazu verwendet man ebenfalls eine Kochsalzlösung.

 

Der Schnupfen kann sich auch leicht auf die Nasennebenhöhlen ausbreiten, wodurch eine sogenannte Nebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) entsteht. Dies erkennt man durch Schmerzen und ein Druckgefühl im Bereich der Wangenknochen und oberhalb der Augen. Die Schmerzen können bis zu den Ohren ausstrahlen. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden!


Fieber: Therapiemöglichkeiten

Bei einem grippalen Infekt kommt es meist nur zu erhöhter Temperatur, in diesem Fall ist eine Fiebersenkung nicht notwendig. An sich ist Fieber bzw. erhöhte Temperatur eine natürliche und wichtige Funktion des Körpers, um eingedrungene Erreger unschädlich zu machen.

Bei sehr hoher Temperatur (> 38,5 °C) einhergehend mit schwerem Krankheitsgefühl sollte das Fieber aber gesenkt werden. Dazu eignen sich Wirkstoffe wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure


Kopfschmerzen: Therapiemöglichkeiten

  • Schmerzmittel (NSARs – nicht steroidale Antirheumatika): Hier handelt es sich bei den meisten Substanzen um entzündungshemmende, schmerzstillende und fiebersenkende Wirkstoffe. Lassen Sie sich, in der Apotheke beraten, welches Präparat für Sie am besten geeignet ist.

 

  • PFLANZLICHER TIPP: Pfefferminzöl auf die Schläfen reiben – das enthaltene Menthol hat eine positive Wirkung bei Kopfschmerzen.

Antibiotika

Diese Medikamentenklasse wird nur von einem Arzt verschrieben und kann nicht in der Selbstmedikation angewendet werden. Hier ist es wichtig zu wissen, dass Antibiotika ihre Wirkung nur bei bakteriellen Infektionen entfalten können.


Therapie einer „echten Grippe“

Während beim grippalen Infekt hauptsächlich die Symptome gelindert werden, gilt es bei der „echten Grippe“, auch die tatsächliche Ursache (=die Grippeviren) zu bekämpfen.

 

Tamiflu® – ist ein Medikament, das nur vom Arzt verschrieben werden kann. Es wird als Therapeutikum bei der „echten Grippe“ eingesetzt und verhindert, dass sich die Grippeviren im Körper ausbreiten. Dadurch werden auch die Symptome gelindert. Wichtig ist, dass dieses Medikament so schnell wie möglich eingenommen wird, idealerweise innerhalb von zwei Tagen nach dem ersten Auftreten der Grippesymptome.

 

Wichtig: Die begleitend auftretenden Symptome wie Husten oder Halsschmerzen werden wie bei einem grippalen Infekt behandelt.

Wussten Sie, dass …

der Wirkstoff Oseltamivir in Tamiflu® von der Shikimisäure aus Sternanis abgeleitet wird? Dies ist ein Inhaltsstoff des Sternanis.

 

Grippeimpfung – Da Influenzaviren äußerst wandelbar sind und von einem Jahr zum nächsten meist nicht mehr denselben Aufbau besitzen wird der Grippeimpfstoff jährlich adaptiert. Daher muss der Impfstoff auch jedes Jahr neu verabreicht werden. Nähre Informationen finden Sie auch unter: https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/impfungen/grippe


Pflanzliche Therapiemöglichkeiten bei Grippe oder grippalem Infekt?

  • Eukalyptus (Eucalyptus globulus) – das ätherische Öl aus Eukalyptus ist für dessen Wirkung verantwortlich. Er wird bei Erkältungskrankheiten der oberen Atemwege verwendet.

 

 

TIPP: Eukalyptus ist ein wirksamer Bestandteil vieler Brustbalsame. Diese können direkt aufgetragen oder zum Inhalieren eingesetzt werden.

 

 

  • Efeu (Hedera helix) – Efeublätter haben einen reizlindernden, krampflösenden sowie auswurffördernden Effekt auf die Bronchien. Daher kann Efeu bei produktivem (schleimigem) Husten wie auch bei Reizhusten angewendet werden.

 

  • Isländisch Moos (Cetraria islandica) – Die schleimigen Inhaltsstoffe bilden einen schützenden Film auf den Schleimhäuten. Zudem entfalten die enthaltenen Flechtensäuren einen beruhigenden und reizlindernden Effekt bei Reizhusten.

 

  • Eibisch (Althaea officinalis) – Verwendet werden die Blätter, Blüten sowie die Wurzeln der Pflanze. Als Wirkstoffe gelten die in hoher Konzentration vorkommenden Schleimstoffe.

 

  • Thymian (Thymus vulgaris) – durch das enthaltene ätherische Öl wirkt Thymian schleimlösend und entspannend auf die Bronchien.

 

  • Holunder (Sambucus nigra) – wird traditionell bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten eingesetzt.

 

  • Sternanis (Illicium verum) – enthält die sogenannte Shikimisäure sowie ätherisches Öl. Er wird bei Entzündungen der Atemwege, sowie zur Schleimlösung bei produktivem Husten angewendet.

 

  • Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) – Durch die enthaltenen Wirkstoffe mit guter antiviraler Wirkung wird Echinacea vorbeugend bei wiederkehrenden Atemwegsinfektionen eingesetzt.

 

  • Sanddorn (Hippophae thamnoides) – aufgrund des extrem hohen Vitamin C-Gehalts zeichnet sich Sanddorn durch eine gute immunmodulierende Wirkung aus. Daher wird dieser auch vorbeugend und während akuten grippalen Infekten eingesetzt.

 

  • Brunnenkresse (Nasturtium officinale) und Meerrettich (Armoracia rusticana) – aufgrund der antibakteriellen Wirkung der Senfölglycoside werden diese beiden Pflanzen neben Infektionen der Harnwege, auch bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt.

Weitere Tipps sowohl bei Grippe oder grippalem Infekt

  • Tee Trinken – tut wohl!
    Um die Atemwege ausreichend zu befeuchten, sollte in der Erkältungszeit bzw. auch während einer Erkältung ausreichend getrunken werden. Am besten eignen sich dazu Teemischungen, die neben Befeuchtung der Schleimhäute auch andere positive Eigenschaften entfalten können:

Brusttee:
Malvenblüten              10 g
Königskerzenblüten    10 g
Eibischblätter             20 g
Thymian                     10 g
Eibischwurzel             20 g
Süßholzwurzel            25 g
Anis (zerstoßen)           5 g

Erkältungstee:
Holunderblüten           30 g
Lindenblüten               30 g
Mädesüßblüten           20 g
Hagebuttenschalen     20 g

Zubereitung: 1 Esslöffel Teekräuter-Mischung wird mit siedendem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen gelassen. Danach werden die Kräuter mit Hilfe eines Siebes entfernt.

 

  • Bewegung an der frischen Luft – ABER: Füße warm halten!
    Ein ausgiebiger Spaziergang tut nicht nur Körper, Geist und Seele gut, sondern auch unserem Immunsystem. In den kalten Wintertagen ist es allerdings äußerst wichtig auf warme Kleidung zu achten, denn bei den tiefen Temperaturen kühlen besonders die Füße schnell aus und das kann unser Immunsystem schwächen. Daher gilt Füße warm halten!Das hat auch Oma immer schon gesagt… und so unrecht hatte sie damit nicht!
    Kälte allein löst zwar keine Erkrankung aus, jedoch wird die Durchblutung durch das Zusammenziehen der Gefäße verringert, dies passiert auch in den Schleimhäuten. So kommt es zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems und man wird anfälliger.

 

 

  • Erkältungsbad
    Ein warmes Bad kann generell in der kalten Jahreszeit eine Wohltat sein. Besonders wenn es zu einer Verkühlung gekommen ist, können sich spezielle Badezusätze mit ätherischen Ölen positiv auswirken.

 

  • Saunabesuche oder Kneipen für das Immunsystem

 

 

  • Vitamin D – das Sonnenvitamin
    Ja, auch im Winter scheint die Sonne. Und ja, unser Körper ist dazu in der Lage, Vitamin D selbst zu bilden. ABER: Im Winter gestaltet es sich dennoch schwieriger, denn im mitteleuropäischen Bereich ist die Sonneneinstrahlung nur etwa von April bis Oktober dazu in der Lage, dass wir ausreichend Vitamin D bilden können. Daher kann eine Ergänzung besonders in den Wintermonaten sinnvoll sein.Denken Sie auch an Ihre jährliche Gesunden-Untersuchung, im Zuge dessen wird Ihr Vitamin-D-Spiegel bestimmt.

 

  • Ausreichend Schlaf ist wichtiger, als man denkt!
    Besonders in stressreichen Zeiten bekommt man weniger Schlaf als der Körper vielleicht brauchen würde. Nicht nur, dass man dadurch unkonzentrierter und gereizter ist, es hat auch deutliche Auswirkung auf das Immunsystem. Bei verminderter Schlafdauer wurde eine verminderte Anzahl an Immunzellen im Körper und somit eine erhöhte Infektanfälligkeit festgestellt.


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